Reisebericht Gambia Januar 2017
Die Gruppe von 10 Teilnehmer und Teilnehmerinnen reiste von Zürich über Brüssel nach Banjul, die Hauptstadt von Gambia. Am Flughafen wurden wir von Modou abgeholt und direkt in das Jungle Beach Resort gefahren. Da Neujahrsnacht war, war da eine Megaparty am Laufen. Jedoch haben alle die Nacht gefahrlos überstanden. Am nächsten Morgen schon mal zuerst ein Bad im Atlantik geniessen, keine 30 Meter vom Zimmer entfernt. Dann Frühstück und nachher sich im Jungle einleben. Abends war dann die erste Zusammenkunft mit den Artisten um Kennenlernen. 
 
Am Montagmorgen folgten dann die ersten zwei Tanzstunden mit Tata, einer sehr aufgestellten, fröhlichen Tänzerin aus Guinea. Die Jungs von der Mama Limbo Djembe Band haben uns tüchtig eingeheizt mit ihren powervollen Rhythmen. So sind wir nun in Afrika angekommen. Am Nachmittag chillen und relaxen am Strand und um 17.00 Uhr waren alle bereit zur nächsten Runde Workshop «Trommeln in der Abendsonne». Das war eine wirklich aufgestellte Erfahrung und völlig aufgedreht gingen wir dann zum Buffet fürs Nachtessen. Nachher ging es nochmals ab mit einer Trommel- und Tanzshow am Lagerfeuer mit Mama Limbo.
So ging es eigentlich die ganze Woche. Das Jungle Beach Resort (nachfolgend «Jungle» genannt) ist ein wundervoller Ort zum Verweilen, einfach sich hingeben und treiben lassen. Man kann baden, schwimmen, spazieren am Strand allein zu zweit oder zu dritt, an der Bar sich einen genehmigen und einfach sein - palavern und chillen. Die Atmosphäre im Jungle ist einzigartig. Das Personal ist immer gut drauf und die gute Stimmung vom Maître d'Hotel «Kebba» ist ansteckend. Das absolute Highlight am Abend war die Hochzeit einer Schweizerin mit einem Gambier. Die hatten eine Super Band engagiert und die haben wirklich göttlich gespielt (Afrikanisch, Kubanisch, Karibisch und Modernes). Alle haben die ganze Nacht lang getanzt.  
 
Ausflug übers Wochenende 
Wir hatten uns entschieden, übers Wochenende einen Ausflug mit Übernachtung zu machen. Modou hat das für uns organisiert und im bequemen Pajero Land Cruiser sind wir übers Land gebraust. Ziel war das Tendaba-Camp am Gambia River etwa 100 km landeinwärts mit Halt in Brikama und verschiedenen anderen Orten. Im Camp angekommen mussten wir bald in ein Boot einsteigen, das mit uns zu den nahegelegenen Lagunen tuckerte. Wunderbare Natur konnten wir da erleben in absoluter Ruhe. Viele exotische Vögel, Mangroven und immerhin ein Krokodil gesehen. Am Abend bzw. in der Nacht haben wir uns noch einen Schlaftrunk in der Bamboo Bar genehmigt. Am nächsten Tag, auf der Rückfahrt, haben wir noch Halt gemacht am grossen Markt von Brikama. 
Spezielle politische Situation 
In Gambia haben im Dezember 2017, nach 22 Jahren Diktatur, endlich freie Wahlen stattgefunden, die den amtierenden Präsidenten Yaya Jammeh von seinem Thron verjagt haben. Da dieser aber die Wahl nicht anerkannte, verbreiterte sich eine starke Angst, dass es noch zu bürgerkriegsähnlichen Situationen mit Schusswaffengebrauch kommen könnte. Die Touristen wurden teilweise von ihren Regierungen zurückbeordert (England, Holland und andere). Die Gambier sind aus Angst eher zu Hause geblieben und viele sind auch über die Grenze nach Senegal oder in die Casamance geflüchtet. Wir haben zwar davon im Jungle nicht viel gespürt. Übers Fernsehen, Handys etc. haben wir aber doch wahrgenommen, dass die Situation ziemlich angespannt war. So sind auch wir eher im Jungle geblieben und haben davon abgesehen, die Touristenmeile «Senegambia», den Markt in Serekunda oder die Hauptstadt Banjul zu besuchen. Durch Vermittlung von Senegal haben die ECOWAS Staaten beschlossen, eine Friedenstruppe nach Gambia zu entsenden um die Lage zu stabilisieren und sicher zu stellen, dass Yaya Jammeh Gambia verlässt, was er schlussendlich auch getan hat. Ab nach Guinea und dann nach Äquatorialguinea ins Exil. 
Der neu gewählte Präsident Adama Barrow, der durch eine Koalition von 7 Oppositionsparteien die Wahl gewonnen hatte, bestellte ein komplett neues Parlament. Polizei, Geheimdienst und alle Stellen der staatlichen  Dienststellen werden durchleuchtet, gesäubert und umbesetzt. Nun hofft Barrow auf Unterstützung von aussen, damit genügend Mittel vorhanden sind, um die Demokratisierung von Gambia voranzutreiben.

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